Solitär-Regeln im Überblick
Solitär ist der Sammelname für Kartenspiele, die man allein spielt. Auf dieser Seite finden Sie die Wörter, die in jeder Anleitung vorkommen, einen Vergleich der sechs Spiele dieser Website und den Weg zu den ausführlichen Regeln.
Inhalt
Im Deutschen heißen fast alle diese Spiele „Solitär“ oder „Patience“; woher die Wörter kommen, steht unter Solitär: Bedeutung. Wer beim Stichwort Solitär an das Windows-Spiel denkt, meint Klondike. Dessen Regeln stehen auf einer eigenen Seite.
Die Begriffe, die in jeder Anleitung vorkommen
Nicht jedes Regelbuch benutzt dieselben Wörter. Auf dieser Website gilt:
- Spalten: Die Kartenreihen, die nebeneinander auf dem Tisch liegen und in denen Sie umbauen. In Anleitungen heißen sie auch Tableau oder Kaskaden. Meist legen Sie absteigend an, also eine Sechs auf eine Sieben.
- Talon: Der verdeckte Vorrat. Er besteht aus den Karten, die nicht in der Auslage liegen, und wird gebraucht, wenn in den Spalten nichts mehr geht.
- Ablage: Der offene Stapel neben dem Talon, auf den die gezogenen Karten kommen. Spielbar ist nur die oberste.
- Ablagestapel (Fundamente): Die Zielstapel, auch Fundamente genannt. Bei Klondike und FreeCell gibt es vier, je einen pro Farbe, vom Ass bis zum König. Sind alle voll, ist die Partie gewonnen.
- Zellen: Nur bei FreeCell: vier Felder, auf denen je eine Karte zwischenparken darf.
- Folge: Mehrere Karten, die lückenlos aufeinander passen. Bei Klondike wandert eine Folge als Block, bei Spider nur eine Folge in einer Farbe, bei FreeCell nur so lang, wie Zellen und leere Spalten es erlauben.
Das Ass ist die niedrigste Karte, der König die höchste. Ob beim Anlegen auch die Farbe zählt, hängt vom Spiel ab: Klondike und FreeCell verlangen wechselnde Farbgruppen (Pik und Kreuz sind schwarz, Herz und Karo rot). Bei Spider, Pyramide, TriPeaks und Golf entscheidet beim Anlegen nur der Rang.
Die sechs Spiele im Vergleich
„Verdeckt“ sind Karten, deren Wert Sie erst beim Aufdecken erfahren. Je mehr davon im Spiel sind, desto mehr hängt vom Blatt ab.
| Spiel | Karten | Auslage | Verdeckt | Ziel | Anspruch |
|---|---|---|---|---|---|
| Klondike (Regeln) | 52 | 7 Spalten mit 28 Karten, Talon mit 24 | 21 Karten in den Spalten, der Talon | 4 Stapel, Ass bis König | mittel; 1 Karte leichter als 3 |
| Spider (Regeln) | 104 | 10 Spalten mit 54 Karten, Talon mit 50 | 44 Karten in den Spalten, der Talon | 8 Folgen von König bis Ass abräumen | 1 Farbe leichter, 4 Farben deutlich schwerer |
| FreeCell (Regeln) | 52 | 8 Spalten mit allen 52 Karten, 4 Zellen | keine | 4 Stapel, Ass bis König | Planung statt Glück |
| Pyramide | 52 | Pyramide aus 28 Karten, Talon mit 24 | keine; der Talon wird einzeln aufgedeckt | Paare mit Summe 13 entfernen | mittel, stark vom Blatt abhängig |
| TriPeaks | 52 | 3 Gipfel mit 28 Karten, Talon mit 23, Ablage mit 1 | 18 Karten in den Gipfeln | alle Gipfel abräumen | leicht, schnelle Runden |
| Golf | 52 | 7 Spalten mit je 5 offenen Karten, Talon mit 16, Ablage mit 1 | keine; der Talon wird einzeln aufgedeckt | alle 35 Karten abräumen | leicht zu lernen, stark vom Blatt abhängig |
Drei Fragen zum Einordnen
- Umbauen oder abräumen? Bei Klondike, Spider und FreeCell ordnen Sie die Karten in den Spalten und bringen sie später auf Stapel. Bei Pyramide, TriPeaks und Golf nehmen Sie Karten direkt vom Tisch, ohne sie zu ordnen.
- Wie viel ist sichtbar? Bei FreeCell liegt alles offen, bei Klondike und Spider nicht. Das entscheidet, ob Sie rechnen oder abwägen.
- Was begrenzt die Züge? Bei Klondike und Spider ist es die Frage, wohin eine leere Spalte am besten kommt. Bei FreeCell sind es die vier Zellen, die eine kleine Rechnung nötig machen: die Formel für das Verschieben von Folgen.
Die ausführlichen Regeln
Klondike
Sieben Spalten, ein Talon, vier Ablagestapel. Mit dem König in der leeren Spalte, den Durchgängen durch den Talon und der Wertung. Klondike-Regeln lesen
Spider
Zwei Blätter, zehn Spalten, acht Folgen. Mit der Regel, dass eine leere Spalte das Austeilen sperrt. Spider-Regeln lesen
FreeCell
Alle Karten offen, vier Zellen. Mit der Formel für die Länge einer verschiebbaren Folge. FreeCell-Regeln lesen
Die Regeln von Pyramide, TriPeaks und Golf stehen direkt unter dem jeweiligen Spiel.
Welches Spiel passt zu Ihnen?
Wer ein vertrautes Spiel sucht, nimmt Klondike und beginnt mit einer Karte pro Zug; später lohnt der Wechsel auf drei Karten. Wer lieber plant als hofft, probiert FreeCell. Wer Zeit mitbringt, steigert sich bei Spider von einer über zwei bis zu vier Farben. Für kurze Pausen eignen sich TriPeaks, Golf und Pyramide. Strategien stehen unter Solitär-Tipps, weitere Patiencen und Spiele für echte Karten unter Kartenspiele für eine Person.
Der Zufall steckt in der Donne
Ist die Donne, also die Verteilung der Karten, einmal gelegt, entscheidet kein Würfel mehr über einen Zug. Doch bei Klondike, Spider, Pyramide, TriPeaks und Golf kennen Sie nicht alle Karten, die noch kommen. Deshalb geht nicht jede Partie auf. Auf den Tischen dieser Website hilft dagegen die Spielnummer: Dieselbe Nummer ergibt dieselbe Donne, und Gleiche Partie neu startet eine verlorene Partie noch einmal, damit Sie einen anderen Weg versuchen können. Mit Zurück nehmen Sie beliebig viele Züge zurück.
Quellen
- Patience, deutsche Wikipedia (Überblick, Begriff Talon).
- Klondike (Patience), deutsche Wikipedia.
- Spider (solitaire) und FreeCell, englische Wikipedia.
Häufige Fragen
Wie spielt man Solitär?
Sie legen die Karten eines Blatts nach einer festen Regel aus und sortieren sie dann Zug für Zug, meist zu vier Stapeln von Ass bis König. Welche Karte worauf darf, hängt vom Spiel ab. Die Regeln des bekanntesten Spiels, Klondike, sind in wenigen Minuten gelernt.
Was ist der Unterschied zwischen Talon und Ablage?
Der Talon ist der Vorrat, aus dem Sie nachziehen. Die Ablage ist der offene Stapel daneben, auf dem die gezogenen Karten landen. Nur die oberste Karte der Ablage ist spielbar. Spider kennt einen Talon, aber keine Ablage; FreeCell hat keines von beiden.
Welches Solitär ist für Anfänger am besten?
Klondike mit einer Karte pro Zug ist der gutmütigste Einstieg, weil der Talon beliebig oft durchgespielt werden darf. Spider mit einer Farbe verzeiht ebenfalls viel. Bei FreeCell liegt alles offen, aber ohne Vorausplanen kommt man nicht weit.
Gewinnt man jede Partie?
Nein. Bei Klondike und Spider geht ein Teil der Partien auch bei bestem Spiel nicht auf, weil verdeckte Karten ungünstig liegen. FreeCell ist die Ausnahme: Fast jede Donne ist lösbar, wenn man gut plant.
Auch interessant
- Klondike-RegelnDie Regeln von Klondike, dem Solitär aus Windows: Auslage, erlaubte Züge, Talon mit 1 oder 3 Karten, Sonderfälle, Wertung und Beispiele für typische Züge.
- Spider-RegelnDie Regeln von Spider-Solitär: Auslage mit 54 Karten, Züge, Folgen verschieben, Austeilen nur ohne leere Spalte, Unterschiede bei 1, 2 und 4 Farben.
- FreeCell-RegelnFreeCell-Regeln im Detail: 52 offene Karten, vier freie Zellen, Ablagestapel, leere Spalten und die Formel, wie viele Karten Sie auf einmal verschieben dürfen.
- Solitär-TippsSolitär-Tipps: die richtige Zugreihenfolge bei Klondike, Spider ohne Sackgasse, FreeCell planen, typische Fehler und die Hilfen des Tisches.
- Solitär: BedeutungSolitär bedeutet Edelstein, Brettspiel, Einzelgänger oder im Alltag das Kartenspiel. Herkunft aus dem Lateinischen, Unterschied zu Patience und Solitaire.
- Kartenspiele für eine PersonKartenspiele für eine Person im Vergleich: sechs Patiencen zum direkten Spielen, dazu Kurzregeln von Yukon, Canfield, Scorpion, Baker’s Dozen, Crescent und Uhr.
Aktualisiert am 26. Oktober 2026